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Nach dem Regen: Wie lange hält das Zeitfenster für saubere Luft?

Wie Regen Partikel aus der Luft wäscht und wie Sie das Zeitfenster für saubere Luft optimal für Outdoor-Sport nutzen.

Schnelle Antwort

Mäßiger bis starker Regen kann PM2.5 um etwa 30–50 % senken. Die sauberste Luft herrscht meist in den ersten 2–6 Stunden nach Regenende, bevor Verkehr und andere Quellen die Konzentrationen wieder aufbauen. Nieselregen hilft kaum, und Gewitter bringen eigene Risiken mit sich.

Dies ist eine allgemeine Orientierungshilfe und kein medizinischer Rat. Konsultieren Sie einen Arzt, wenn Sie an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Wie Regen die Luft reinigt

Regentropfen kollidieren physisch mit Partikeln in der Luft und fangen sie beim Fallen ein — ein Vorgang, der als Auswaschung unterhalb der Wolken bezeichnet wird. Größere Tropfen sind effektiver, weil sie schneller fallen und ein größeres Volumen durchqueren.

Dieser Prozess funktioniert gut für Feinstaub (PM2.5 und PM10), ist aber deutlich weniger wirksam für gasförmige Schadstoffe wie NO₂ und Ozon. Regen reinigt also die Partikelseite der Luftqualität, behebt aber nicht unbedingt die Gasseite.

Starker vs. leichter Regen

Nicht jeder Regen reinigt die Luft gleich gut. Intensität und Dauer sind beide entscheidend:

Leichter Regen (<2 mm/h)

Geringe Auswaschungswirkung. Kann sogar bodennah Partikel und Staub aufwirbeln. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass leichter Nieselregen die Luft spürbar reinigt.

Mäßiger Regen (2–10 mm/h)

Effektive Partikelentfernung. PM2.5 sinkt typischerweise spürbar. Hier wird der Reinluft-Effekt wahrnehmbar.

Starker Regen (>10 mm/h)

Starke Auswaschung. PM2.5 kann deutlich sinken — manchmal um die Hälfte oder mehr. Bietet den besten Reinluft-Effekt, wenn er 30+ Minuten anhält.

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Das Zeitfenster für saubere Luft

Nach Regenende haben Sie ein Zeitfenster, bevor Emissionsquellen die Schadstoffkonzentrationen wieder aufbauen. Die Länge dieses Fensters hängt von mehreren Faktoren ab: Verkehrsaufkommen in der Nähe, Windverhältnisse und ob weiterer Regen kommt.

Das Zeitfenster beträgt typischerweise 2–6 Stunden. Morgenregen bei schwachem Wind kann das längste Zeitfenster bieten, da der Berufsverkehr möglicherweise bereits ausgewaschen wurde. In verkehrsarmen Gebieten oder bei anhaltendem Wind kann die saubere Luft noch länger anhalten.

Prüfen Sie den AQI direkt nach Regenende — nehmen Sie nicht einfach an, dass die Luft sauber ist. Lokale Bedingungen, Windmuster und nahe Quellen beeinflussen, wie viel Verbesserung Sie tatsächlich bekommen.

Das Zeitfenster nach Regen ist eine großartige Gelegenheit für Outdoor-Sport, besonders wenn Sie die Flexibilität haben, Ihr Training um ein oder zwei Stunden zu verschieben.

Was ist mit Ozon?

Regen entfernt Partikel effektiv, kann aber wenig gegen bodennahes Ozon ausrichten. Ozon ist ein Gas, das durch chemische Reaktionen zwischen NO₂ und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) bei Sonnenlicht entsteht.

Wenn der Regen nachmittags bei starker Sonneneinstrahlung aufhört, kann Ozon schnell wieder ansteigen, wenn seine Vorläuferchemikalien im Sonnenlicht reagieren. Das Zeitfenster nach Regen ist am zuverlässigsten für PM2.5-Verbesserung, nicht unbedingt für Ozon. An Sommernachmittagen können Sie auch nach Regen erhöhte Ozonwerte sehen.

Hinweise zu Gewittern

Gewitter bringen hervorragende Partikelauswaschung, aber sie bringen auch zusätzliche Risiken mit sich, die man kennen sollte:

Starke Fallwinde vor einem Gewitter können Staub, Pollen und grobe Partikel aufwirbeln und die Luftqualität vorübergehend verschlechtern, bevor der Regen einsetzt. Blitze erzeugen geringe Mengen bodennahes Ozon. Und Gewitterasthma-Ereignisse — bei denen Pollenkörner in der Feuchtigkeit aufplatzen und winzige allergene Fragmente freisetzen — sind ein echtes Risiko für empfindliche Personen.

Das Zeitfenster nach einem Gewitter kann für PM2.5 trotzdem hervorragend sein. Aber wenn Sie empfindlich auf Pollen oder Ozon reagieren, warten Sie etwas länger und prüfen Sie die Bedingungen, bevor Sie losgehen.

Häufig gestellte Fragen

Hilft jede Regenmenge?

Dauer und Intensität sind entscheidend. Ein paar Minuten Nieselregen machen kaum einen Unterschied. Anhaltender mäßiger Regen — 30+ Minuten — ist der Punkt, ab dem spürbare Partikelentfernung beginnt.

Wie lange hält das Zeitfenster für saubere Luft?

Typischerweise 2–6 Stunden nach Regenende. In verkehrsarmen Gebieten oder bei anhaltendem Wind kann es länger dauern. In der Nähe vielbefahrener Straßen bauen sich die Konzentrationen schneller wieder auf.

Ist die Luft während des Regens oder danach sauberer?

Während starkem Regen sinken die Konzentrationen kontinuierlich. Der absolut sauberste Moment ist meist direkt nach Regenende, bevor Quellen die Werte wieder aufbauen. Laufen bei leichtem Regen kann beide Vorteile kombinieren.

Hat Schnee den gleichen Effekt?

Schneefall fängt einige Partikel ähnlich wie Regen ein. Allerdings können die kalten, windstillen Bedingungen, die Schneefall oft begleiten, auch Temperaturinversionen erzeugen, die Verschmutzung einschließen. Der Nettoeffekt variiert je nach Situation.

Sollte ich meinen Trainingsplan nach der Regenvorhersage ausrichten?

Wenn Sie die Flexibilität haben, ist die Planung von Outdoor-Sport in den Stunden nach Regen eine einfache Möglichkeit, die Belastung zu reduzieren. Schon eine Verschiebung um 2–3 Stunden nach Regen kann einen spürbaren Unterschied bei der Luftqualität machen.

Bereit, Ihre Route zu prüfen?

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